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Wohnen mit Tradition – Die Route der Wohnkultur in Oberhausen

Die 150 Jahre alte Siedlung Eisenheim ist die älteste Arbeitersiedlung aus der Zeit der Industrialisierung im Ruhrgebiet und eine der ältesten noch erhaltenen Siedlungen in Deutschland. Sie wurde ab 1846 in mehreren Bauphasen für die Arbeiter der nahegelegenen Hütte gebaut. Als Eisenheim 1968 abgerissen werden sollte, gründete sich eine Bürgerinitiative, um die 39 Häuser zu erhalten. 1991 wurde Eisenheim mit seinen ein- bis zweigeschossigen Backsteinbauten dann endgültig unter Denkmalschutz gestellt. Das LVR Industriemuseums im ehemaligen Waschhaus der Siedlung dokumentiert die ereignisreiche Geschichte der Siedlung.

Start: Haltestelle Eisenheim (an der Trasse)

Dauer: 1,5 Std

Preis: 9 € p.P. inkl. Eintritt
Voranmeldung erforderlich.
Buchung unter:
Tourist Information Oberhausen
Willy-Brandt-Platz 2, 46045 Oberhausen
Tel: +49 (0)208-824570
tourist-info@tmo.oberhausen.de
www.oberhausen-tourismus.de

So wohnt das Ruhrgebiet – Projekte der Route der Wohnkultur

Die „Route der Wohnkultur“ zeigt im Kulturhauptstadtjahr die Architektur und Alltagskultur zwischen Duisburg und Dortmund

Die Margarethenhöhe in Essen, die Siedlung Eisenheim in Oberhausen, das Fliedner Dorf in Mülheim an der Ruhr, der Tossehof in Gelsenkirchen, der Hohenhof in Hagen, die Grachtenbauten am Innenhafen in Duisburg, die Altstadt in Hattingen – Wohnkultur in der Metropole Ruhr, Architektur und Siedlungsentwicklung, die Geschichte und Wandel dieser Region kennzeichnen. Das Kulturhauptstadt-Projekt „Route der Wohnkultur“ zeigt ausgewählte, bedeutende und markante Objekte in der Region und lädt die Besucher ein, die Menschen der Metropole Ruhr und ihre Alltagskultur kennenzulernen: in jedem der 58 Wohnobjekte wird eine Wohnung zu besichtigen sein.

Die endgültige Liste mit den beteiligten Objekten steht seit Anfang Dezember fest. An dem Entscheidungsprozess waren Stadtplaner, Architekten, Wohnungsunternehmen, Denkmalpfleger, das Ministerium für Bauen und Verkehr NRW, die RUHR.2010 GmbH, die Landesinitiative StadtBauKultur NRW und die einzelnen Kommunen beteiligt. Es gibt nicht nur die typischen Bergarbeitersiedlungen, sondern auch moderne Architektur, gelungene Experimente und wieder entdeckte, umgebaute oder behutsam erneuerte Wohnformen. Die einzelnen Objekte sind den Themenschwerpunkten Siedlung, Geschichte und Moderne, Urbanität sowie Demographie zugeordnet. Die „Route der Wohnkultur“ stellt neben dem Gebäude und seiner Einbindung in den Stadtkontext auch die Menschen vor, die dort leben, ihr Wohnumfeld, die Dichte und Mischung der Nachbarschaft sowie die Sozialstrukturen und die Fragen der Identität und Symbolik der Wohnform.

Während des Kulturhauptstadtjahres werden ausgehend von den Portalstädten Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund geführte Bustouren zu den umliegenden Objekten angeboten. Ebenfalls wird es zu festgelegten Terminen Spaziergänge in den einzelnen Siedlungen oder Stadtteilen geben. Im Zeitraum von Januar bis Juli und im November bis Dezember können die Wohnprojekte von außen besichtigt werden. Im Wohnkultur-Sommer von August bis Oktober beinhalten die Touren mindestens eine Wohnungsbesichtigung. Einen Höhepunkt stellt der Tag der Wohnkultur am 19. September 2010 dar, an dem alle 58 Siedlungen, Wohnungen und Wohngebäude von innen zu besichtigen sind. An diesem Tag werden zwischen Duisburg und Hamm Informationsveranstaltungen zum Wohnen, thematische Führungen, Veranstaltungen und Nachbarschaftsfeste angeboten.

Lenkungskreissitzung und Vorstellung der Kommunikationsmedien

Auf der vergangenen Lenkungskreissitzung der Route der Wohnkultur am 27.11.09 wurden die Kommunikationsmedien des Projektes vorgestellt. So wird es neben einem Katalog zur Dokumentation der Projekte (Erscheinungsdatum Frühjahr 2010) eine Reihe von Flyern geben, die in einer „Box“ präsentiert werden. Ferner wird ein Terminplan erstellt, der über alle Projekte und Events des Jahres 2010 informiert.

Der Lenkungskreis hat außerdem die Liste der teilnehmenden Projekte veröffentlicht, die hier in Kürze zur Verfügung stehen wird…

Lenkungskreistreffen Route der Wohnkultur am 8.10.2009

Am 8.10.09 traf sich der Lenkungskreis „Route der Wohnkultur“ bei der RUHR.2010 in Essen zur weiteren Abstimmung der Projektdurchführung. Mitglieder des Lenkungskreises sind die Projektpartner (Büro Stadtidee, Arbeitskreis der Denkmalpfleger im Ruhrgebiet, Architektenkammer NRW, Europäisches Haus der Stadtkultur e.V., Kommunen der RUHR.2010, Kooperation kommunaler Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet „WIR – Wohnen im Revier“, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW, THS Wohnen GmbH) sowie die RUHR.2010.
Themen der Sitzung waren unter anderem die Koordination der Pressearbeit, die Diskussion über den geplanten Katalog und die Vorstellung der Organisation von Touren und Führungen im Jahr 2010. Zu Beginn der Sitzung stellte sich der Hauptprojektsponsor, die ista International GmbH, vor.

Projektflyer Route der Wohnkultur

2010 ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas: Ein ganzer Kontinent blickt auf RUHR.2010. Was liegt also näher, als die Gäste zu uns nach Hause einzuladen?

Genau dies möchte die „Route der Wohnkultur” tun: Die Gäste einladen, an unserer Art zu Leben und unserer Alltagskultur teilzuhaben. Wir wollen zeigen, wer wir sind, wie wir wohnen, was uns bewegt und prägt – in unserem Leben zwischen Metropole, Stadt, Siedlung und Straße.

– Projektflyer Route der Wohnkultur (PDF 800 KB)

Marketingworkshop und Schärfung des Konzeptes

Nach einem Workshop mit einer Kultur- und Tourismusmarketing GmbH Ende Mai konnte das Konzept weiter geschärft werden. Das Projekt kann nun in die nächste organisatorische Phase eintreten. Folgende Komponenten sind vorgesehen:

Die „Route der Wohnkultur“ enthält 60 Wohnprojekte [vom Einzelhaus bis zur Siedlung], die sich über das gesamte Ruhrgebiet verteilen.
Die Objekte stehen beispielhaft für die vier großen Themen des Wohnens im Ruhrgebiet:

  • Die Siedlung
  • Geschichte & Moderne
  • Urbanität
  • Demografie

Basisangebot

Die unterschiedlichen Projekte der Route der Wohnkultur werden das gesamte Kulturhauptstadtjahr
[und darüber hinaus] anhand buchbarer Führungen in lokalen Touren von drei bis vier Stunden
Länge im Außenraum erfahrbar gemacht.
Diese geführten Touren veranschaulichen an unterschiedlichen Standorten die vier Kernthemen
des Wohnens im Ruhrgebiet [Siedlung, Geschichte & Moderne, Urbanität, Demografie].
Über das Ruhrgebiet verteilt werden vier bis fünf lokale Touren angeboten, diese orientieren sich
an den Portalstädten der Kulturhauptstadt RUHR.2010 [Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum,
Dortmund].
Jede lokale Tour besitzt einen Ankerstandort, an dem die Tour startet oder endet, er bildet das
„Highlight“ einer Tour und verfügt über weitere Informationsmöglichkeiten und Angebote. Die Touren
des Basisangebotes sehen nur in Ausnahmefällen einen Besuch bewohnter Wohnungen
vor.

WohnkulturSommer

In den Monaten August, September und Oktober werden zusätzlich ausgewählte bewohnte Wohnungen
entlang der geführten Touren für die Besucher geöffnet.

Tag der Wohnkultur

Am “Tag der Wohnkultur“, einem Tag im September 2010, werden alle 60 Wohnobjekte der Route
der Wohnkultur für Besucher zugänglich sein, diese können unabhängig von Führungen besucht
werden.

Für ein interessiertes Fachpublikum können die lokalen Touren jeweils über ihre vier Themen
auch regional zu Themenrouten vernetzt werden.

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Sitzung des Lenkungskreises am 14.5.09

Am 14.5. wird in einer Sitzung des Lenkungskreises über die Konzeption des Projektes entkschieden. In den letzten 2 Monaten ist es zu einer weiteren inhaltlichen Schärfung gekommen, so dass nach der Entscheidung am kommenden Donnerstag das Projekt in die konkretere Vorbereitungsphase starten kann.

ZEITGENÖSSISCHE OBJEKTE ZUR TEILNAHME AN DER ROUTE DER WOHNKULTUR GESUCHT

(Quelle: AKNW)
Die Route der Wohnkultur ist ein Projekt für die Kulturhauptstadt 2010, an dem die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen sich als Kooperationspartner beteiligt. Besucher der Kulturhauptstadt werden die Möglichkeit haben, Wohnungen im Ruhrgebiet besuchen und sich mit den Bewohnern austauschen zu können. Während für historische Bauwerke und für Wohnungen der Nachkriegszeit bereits überzeugende Objekte gefunden wurden, werden noch zeitgenössische Wohnungsbauprojekte  und innovative Architekturen für verschiedene bzw. Themenfelder gesucht.
http://www.aknw.de/index.htm?modus=aktuelles_detail&id=1984

Newsletter 1-2008 Route der Wohnkultur

Rückblick „Tag der Wohnkultur“ 2007

Ein erster Testlauf der Route der Wohnkultur fand am 13. September 2007 mit dem „Tag der Wohnkultur“ in der Siedlung Schüngelberg in Gelsenkirchen statt. Bewohnerinnen und Bewohner Schüngelbergs, ein Denkmalpfleger und ein Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft THS Wohnen führten Besucher durch die Siedlung, die aus einem sanierten, historischen Siedlungskern und einem Neubauteil besteht. In thematischen Routen, die beispielsweise den Denkmalwert der Siedlung, die Sicht der Kinder oder das alltägliche Leben aufgriffen, wurden die Besucher durch die Siedlung und durch jeweils zwei bewohnte Wohnungen geführt. Die Bewohner öffneten ihre Türen und führten mit ihren Besuchern zum Teil lebhafte Diskussionen.

Seinen Abschluss fand der „Tag der Wohnkultur“ mit einer Diskussionsveranstaltung im „Haus der Freundschaft“, dem Gemeinschaftshaus der Schüngelbergsiedlung, auf der Fachleute mit dem Publikum über die Zukunft des Wohnens im Ruhrgebiet diskutierten. Der „Tag der Wohnkultur“ wurde vom Nachbarschaftsverein Schüngelberg e.V., der THS Wohnen und dem Europäischen Haus der Stadtkultur e.V. unterstützt. Die vielfältigen positiven Rückmeldungen zum „Tag der Wohnkultur“ wurden als Bestätigung gewertet, das Projekt „Route der Wohnkultur“ weiterzuentwickeln.

Weiterentwicklung des Projektes

In den vergangenen zwei Jahren hat das Projektautorenteam eine Vielzahl von Projektvorschlägen für die „Route der Wohnkultur“ erreicht. Diese finden Eingang in einen „Projektpool“, der derzeit ca. 300 Projekte umfasst. Da im Kulturhauptstadtjahr etwa 50 Wohnungen geöffnet werden können, findet momentan eine Auswahl geeigneter Wohnobjekte statt. In 10 Städten werden jeweils fünf bis sieben passende Objekte ausgewählt, die als Cluster unter bestimmten Themenstellungen Wohngeschichten von Städten, Quartieren und den Menschen im Ruhrgebiet vermitteln. Beispielsweise werden unter dem Leitmotiv „Hagener Impuls – Wohnen als Gesamtkunstwerk“ Wohnhäuser in Hagen thematisch verbunden. In Duisburg wird unter dem Motto „Der Hafen, die Stadt und der Wandel“ der Binnenhafen als Motor für historische Stadtquartiere und moderne Wohnformen nachvollziehbar gemacht. In Dortmund greift das Clusterthema „Buntes Leben in der Nordstadt“ das Zusammenleben verschiedener Ethnien und Kulturen auf. Es ist vorgesehen, in drei Sommermonaten des Kulturhauptstadtjahres die ausgewählten Wohnungen jeweils an den Wochenenden zu öffnen. Derzeit wird geprüft, in welcher Form sich alle im Projektpool befindenden Wohnprojekte aufbereitet und präsentiert werden können.

Neue Projektpartner

Der Kreis der Projektpartner hat sich 2008 erweitert. Neben dem Arbeitskreis der Denkmalpfleger im Ruhrgebiet, der THS Wohnen und dem Europäischen Haus der Stadtkultur ist jetzt auch die Kooperation kommunal(nah)er Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet „WIR – Wohnen im Revier“ sowie die Architektenkammer NRW Projektpartner geworden. Das Projekt wird ferner unterstützt durch das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW und die RUHR.2010 GmbH. Die „Route der Wohnkultur“ ist ein Projekt der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und ein Projekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.

Ausblick 2009

Im kommenden Jahr wird der Schwerpunkt der Arbeit an der „Route der Wohnkultur“ auf die endgültige Auswahl der Wohnungen und die Ansprache der Bewohnerinnen und Bewohner gelegt. Für jeden Cluster sollen Paten vor Ort gefunden werden, die als lokale Ansprechpartner der Bewohner fungieren. Geplant für 2009 ist, eine Präsentationsform zu entwickeln, die bereits vor dem Kulturhauptstadtjahr die Erlebbarkeit des Wohnalltages auch bei „geschlossenen Türen“ unterstützt. Eine der Hauptaufgaben in 2009 wird darüber hinaus die Gewinnung weiterer Sponsoren sein, um eine vollständige Deckung des erforderlichen Projektbudgets zu erreichen.

Informationen und Veröffentlichungen

Europäisches Haus der Stadtkultur e.V. (2007): Projekte 2007 I projects 2007. Gelsenkirchen.
Europäisches Haus der Stadtkultur e.V. (2008): Projeke 2008 I projects 2008. Gelsenkirchen, im Erscheinen.
Rose, Christoph 2008: Route der Wohnkultur – Aufruf zur Mitwirkung. Im: Deuschen Architektenblatt Nr. 06/08, Ausgaben NRW. Düsseldorf.
RUHR.2010 GmbH (Hrsg.) 2008: Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 – Buch eins. Essen, S. 69.

Treffen des Lenkungskreises

Am 23.09.08 fand ein weiteres Lenkungskreistreffen der Projektpartner der „Route der Wohnkultur“ statt. Der Fokus des Treffens lag diesmal auf der Präsentation und Diskussion des Arbeitsstandes bezüglich der Ausarbeitung des Konzeptes und der Finanzplanung der „Route der Wohnkultur“.

Die Impulse der Diskussion werden in die weitere Ausarbeitung des Projektes einbezogen.

Im Vorfeld des Lenkungskreistreffens erfolgte ein Austausch mit weiteren Kulturhauptstadtprojekten, die in privaten Räumen stattfinden, um eventuell Synergien bzw. Kooperationen entstehen zu lassen.